Archiv für Juni, 2011

Logitech Squeezebox Duet / Radio / Touch – Netzwerk-Musikplayer und Internetradio

16. Juni 2011, 15:15

Ich habe nun seit mindestens einem Jahr die Squeezeboxen im Einsatz, bin aber noch nicht dazu gekommen, etwas zu diesen tollen Geräten zu schreiben.

Anders als die meisten Internetradios braucht es zwar einen speziellen Server, dafür geht auch eine Menge mehr an Funktionen.
So kann man z.b. die Geräte zentral per Webbrowser verwalten. Es reicht, Podcasts und Radiosender einmal einzustellen und alle Geräte haben dann diese Einstellungen.
Mehrere Geräte können synchron das gleiche abspielen, aber anders als bei manchen anderen Herstellern bleiben die Geräte dabei komplett bedienbar. Man kann so das Musikstück oder den Sender wechseln, oder auch zwischen Radio, Musik, Podcast wechseln. Das machen dann alle synchronisierten Geräte mit. So kann man z.b. von Raum zu Raum gehen und egal wo einfach was anderes abspielen und hat in der ganzen Wohnung immer die gleiche Musik.

Statt Musik gehen netterweise auch Hörspiele. Ich hatte ja vorher schon einige Webradios. Viele davon können keine Ordnerstrukturen abspielen oder sind darauf angewiesen das der uPnP-Server eine Ordnerstruktur-Ähnliche Navigation anbietet. Bei der Squeezebox startet man einfach das erste Stück aus einem Ordner und alle weiteren werden danach auch abgespielt, danach schaltet die Squeezebox auch ab.
Die von diversen MP3-Playern bekannte Funktion, anhand Album oder Artist zu suchen gibt es parallel zur Ordner-Navigation auch. Und auch ein Zufallsmix, wahlweise mit Genre oder Jahres-Filter oder das abspielen der neuesten Musikstücke ist möglich. Man kommt also ganz leicht zur gewünschten Musik, bzw einem Hörspiel. Und dabei hilft es enorm, das jedes Gerät für sich sich merkt, in welchem Ordner man war. Denn es hilft nicht viel, wenn zwar eine Hörspieltaugliche Navigation möglich ist, man sich aber doch jedes mal ewig durch die Struktur hangeln muss.

Nach diversen anderen Webradios, die aufgrund umständlicher Handhabung oder technischer unmöglichkeit wirklich nur Radio gemacht haben, ist dies nun der perfekte Ersatz auch für die Hörspiel-Kassetten und CDs. Nebenbei werden damit auch Podcasts gehört, weil auch das eben ganz einfach klappt.
Durch die Möglichkeit, per PC und Browser zu steuern kann man auch mal schnell ein Lied auf der Musikanlage abspielen, das einem gerade in den Sinn kommt, das geht noch schneller als per Bedienoberfläche am Gerät.

Auch das ist ein Vorteil: man kann jedes Gerät mit jedem oder eben per Browser steuern. Zur Squeezebox Duet gehört ein ‚Empfänger‘ ohne weiter Bedienelemente und eine WLAN-Fernbedienung (Controler) mit Farb-Display. Diese kann aber auch die anderen Geräte steuern. Ich verwende hier eine alte Squeezebox mit SW-Display und Infrarot-Fernbedienung mit dem Duet-Controler. So kann man wahlweise die Universal-Fernbedienung (bzw die der anderen Squeezebox) oder eben den Controler nutzen. Diese Möglichkeit bietet aber z.B. auch das Radio, das statt sich selbst die anderen Geräte steuern kann, auch wenn das im Normalfall nicht so viel Sinn macht…

Jedenfalls habe ich nun die Geräte wie folgt im Einsatz:

  • Radio: Küche, normal zum Radiohören und für die täglichen Podcasts
  • Touch: Am Bett, für Hörspiel zum einschlafen und für Radio zum wecken
  • Duet-Controler und Squeezebox-Classic: An der Hauptanlage, Radio, Musik, längere Podcasts

Wie oben erwähnt braucht es einen speziellen Server dazu. Das ist eine Software die es für Windows, Linux, MacOS und diverse Netzwerkfestplatten (NAS) gibt. Bei mir läuft der Server auf der Synology DS-710+. Für manche Vorgänge braucht der Server kurz viel Rechenleistung, weshalb man kein zu schwaches NAS nehmen sollte. Eine DS-107+ auf der ich damit angefangen habe, reicht eben grade für eine meist flüssige Bedienung. Die deutlich stärkerer 710+ hat natürlich keine Probleme.

Durch die diversen Bauformen der Squeezeboxen sollte sich auch für jeden Einsatzweck die passende finden. Der Server ist durch Plugins erweiterbar. Die Squeezeboxen lassen sich auch per Smartphone-Apps steuern.
Und zuletzt stellt der Server auch noch einen Radiostream bereit, um andere WLAN-Radios einzubinden. Man kann damit zwar nicht alle Funktionen nutzen und muss eine Squeezebox oder App zum steuern nehmen, aber besser als nichts…

Die in der Squeezebox angebotenen Hauptmenü-Punkte kann man dem eigenen Bedarf anpassen (entfernen unnötiger Punkte und Unterpunkte als neue Hauptpunkte auswählen). so habe ich Webradio und die suche nach Artist/Album… entfernet. Webradio kommt über Favoriten besser und die Musik über die Ordnernavigation.

Squeezeboxen sind zwar etwas teurer als andere WLAN-Radios, aber auch deutlich besser. Und verglichen mit den richtig teureren Multiraumsystemen anderer Hersteller wieder günstig.
Dazu ist das Squeezebox-System sehr flexibel einzusetzen.

Die Duet wird zwar auf der Logitech-Seite auch nicht mehr aufgeführt, dafür gibt es jetzt aber auch eine offizielle App.
Über eBay sollte man diese Duet wie auch die anderen älteren Modelle aber auch noch bekommen können…
Recht nett ist hier z.B. die Boom mit ordentlichem Stereoklang und Bassdruck.
Die Radio bietet nur Mono aber auch einen guten Sound, deutlich besser als die meisten Küchenradios. Für Küche, Bad, Werkstatt o.ä. reicht das locker aus. Und wer das Radio viel rumtragen möchte, kann auch noch ein Akkupack (und Fernbedienung) dazu kaufen.

Ich möchte jedenfalls nicht mehr darauf verzichten.

Infos bei Logitech: http://www.logitech.com/de-de/speakers-audio/wireless-music-systems

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Hardware-Update: Sony Vaio SB1V9E/B Notebook

10. Juni 2011, 15:27

Sony Vaio SB1V9E/B 33,8 cm (13,3 Zoll)

(Intel Core i5 2410M 2,3GHz, 4GB RAM, 500GB HDD, AMD HD 6470M, DVD, Win 7 Pro)

Da ein Atom Netbook doch etwas lahm ist und das ’normale‘ Notebook mit einem Intel Centrino der ersten Generation auch schon 5 Jahre alt war, wurde es Zeit für etwas neues.
Der Asus EeePC 1005HE mit 1-Kern Prozessor ist ca genauso lahm wie das Notebook Samsung P35 mit 1,6 Ghz Centrino Prozessor.

Da eh meist der EeePC genutzt wurde und nicht das Notebook, sollten gleich beide Geräte mit nur einem ersetzt werden.

Daraus ergaben sich diverse Anforderungen:

  • Display matt oder entspiegelt
  • Gehäuse komplett matt (Glanz nervt beim EeePC genauso wie bei meinen normalen Monitoren. Zieht Fettfinger an bzw es spiegelt sich Umgebungslicht)
  • Gute Webcam (am EeePC hatte ich daher ne externe Webcam)
  • Lange Akkulaufzeit (8+ Stunden)
  • beleuchtete Tastatur (nachdem das einige neue Modelle hatten, wollte ich natürlich gleich die lästige USB-Lampe loswerden)
  • UMTS (auch das gab es bei einigen Modellen)
  • Brauchbare Größe (kleiner als das 15″ Notebook aber irgendwie nicht so winzig wie ein 9,8″ EeePC).

Natürlich wurde das neue ein Kompromiss, da es einfach kein Modell gibt, das alle Anforderungen erfüllt.
Da werden Modelle als Business-Notebook beworben, haben aber keine 4 Stunden Akkulaufzeit. Ich will aber mehr, als nur die Option, sich beim Steckdosen-Wechsel ein wenig zeit lassen zu können.
Mattes Display und Gehäuse haben überhaupt nur sehr wenige Modelle, warum auch immer die Hersteller die paar Cent sparen und einen mit dem Billig-Glanz-Plastik nerven.
Und dann gibt es natürlich welche, die dann doch zu klein sind, die Bildauflösung zu hoch oder einfach viel zu teuer.

Das Sony hat zwar auch eine grausige Webcam und ein Zusatzakku wurde nötig, aber ansonsten ist es ein tolles Gerät.

Der Core i5 reicht für zügiges normales Arbeiten, die Grafik ist zwischen AMD und Intel HD im laufenden Betrieb umschaltbar.
Dabei reicht die Intel-Grafik völlig aus, das Gerät wird ja nicht für Spiele verwendet.

Der Zusatzakku kommt zusätzlich zum eingebauten (wechselbar, aber man muss das Gerät abschalten und eine Klappe abschrauben) unter das Gerät und nimmt die komplette Unterseite ein.
Windows bekommt es irgendwie nicht hin, die Restlaufzeit gut abzuschätzen, aber es werden wohl mit dem Zusatzakku 6 -8 Stunden sein.

Die Webcam mit 0,3 Megapixel würde eigentlich für Skype reichen, ist aber kaum Lichtempfindlich (in abgedunkeltem Raum schon viel zu dunkel). Es bleibt also bei einer Microsoft HD-Webcam für Notebooks, der das Displaylicht im völlig dunklen Raum ausreicht.

Das eingebaute UMTS wird mit einer SIM-Karte und Software für Vodafone ausgeliefert. Die SIM kann man wechseln, aber dann wirds umständlich. Mwconn kann mit der Qualcomm Gobi nicht richtig. Es wird zwar mit etwas Glück verbunden aber man sieht nicht ob UMTS oder GPRS und wie der Empfang ist. Und das klappt eben auch gerne mal nicht.
Man muss die diversen Treiber und Software deinstallieren und dafür die der USA-Version installieren. Hat man das geschafft, bekommt man dafür sogar GPS. Im vorinstallierten Treiber ist GPS einfach nicht mit installiert.
Die dann zu installierende UMTS-Software funktioniert mit jedem Anbieter, nicht-UMTS (also GPRS oder EDGE) ist aber nicht wirklich brauchbar. Surfen ist damit kaum möglich, Chat ebenso wenig (Server wird nicht gefunden bzw man ist offline). Das klappte bislang mit UMTS-Sticks besser. UMTS-Empfang muss also da sein, um das brauchbar zu nutzen.

Richtig praktisch ist der Lichtsensor und die Tastaturbeleuchtung. Die geht nur bei Dunkelheit an und dann auch nur wenn man tippt und nach ner Weile wieder aus.
Die Displaybeleuchtung wird auch per Lichtsensor angepasst und bei Nichtverwendung (ähnlich Bildschirmschoner) kann das Display auf einen einstellbaren Wert abdunkeln.
Dennoch kann die Displayhelligkeit auch jederzeit von Hand angepasst werden, wenn die Automatik-Einstellung nicht passt. Die Automatik greift dann nach einer weile wieder (wohl wenns wegen Inaktivität einmal dunkel war).

Ein zweites Netzteil habe ich auch noch bestellt, damit eins fest am Tisch bleiben kann und das andere in der Tasche damit es auch immer dabei ist. Dieses Netzteil ist jedoch kein überteuertes Original (ca 100 EUR) und auch nicht irgendein universelles, sondern ein Qualitäts-Nachbau von Leicke, der den technischen Eigenschaften des Originals entspricht und nur 20 EUR kostet. Dieses Netzteil ist noch nicht da, laut Testberichten ist es aber auch im Langzeiteinsatz zu keinen Problemen damit gekommen.

Also insgesamt gefällt mir das Gerät, mal sehen was jetzt aus den alten Notebook und Netbook wird…

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Hardware-Update: Devolo DLan, Brother Laser-Multi, Synology NAS

3. Juni 2011, 17:26

In letzter Zeit habe ich einige alte Geräte gegen neuere Modelle getauscht:

Devolo DLAN

Zu den hier getesteten Geräten kamen 2 x 200 AVplus SE II hinzu und dafür 2 Mini weg.
Mit den Mini gab es eines Tages Probleme mit dem MP4-Stream einer Netzwerk-Kamera. Das lief über 2 Wochen problemlos und dann ständig (über eine Woche, bis die AVplus da waren) setzte es immer nach einigen Minuten aus.

Mit den AVplus lief es dann auch ne Woche, wieder die gleichen Probleme.

Ich habe dann alle Adapter auf die neue Beta-Firmware gebracht, die eigentlich nur stromsparender sein soll.
Jedenfalls klappt das nun schon seit 2 Monaten ohne jedes Problem.

Eigentlich wollte ich ja direkt die neuen 500er-Modelle nehmen, die waren aber nicht lieferbar. Es sind also die 200er geworden, dafür aber in schwarz. und das ganze läuft bisher problemlos, ich hoffe mal das bleibt auch in Zukunft so.

Brother MFC9120CN All-in-One Farblaserdrucker

Farblaser Multifunktionsgeräte waren bislang reichlich teuer (ab 800 EUR). Dieser hier kostete als Retourenrückläufer nur noch 315 EUR. Die Laserpatronen waren jedoch Original und neu.

Damit wurden nun gleich 2 Geräte ersetzt: Der alte SW-Laser Multi (mit Fax) und ein Farbtintenmulti (ohne Fax). Beide hatten Netzwerkanschluss und waren auch von Brother.

So muss man jetzt nicht mehr überlegen, auf welches Gerät zu Drucken ist und natürlich steht auch nur noch eines herum.
Wartungsaufwand (Tinte und Toner besorgen, 2 x Papier nachlegen) spart man auch noch.

Die Druckqualität ist netterweise auch noch besser, sowohl in Farbe verglichen mit dem Tintenbrother als auch in schwarz-weiß verglichen mit dem alten SW-Laser. Und auch im Toner Sparmodus ist die Druckqualität völlig ausreichend z.B. für Rechnungen.

Einen kleinen Nachteil gibt es aber auch: Bisher lief Fax per VoIP von einer Fritz!Box zur anderen aufs Festnetz. Trotz VoIP-Modus im neuen Brother klappt das Faxen darüber kaum. Es bricht nach einer Weile ab und Druckt nur ne halbe Seite, oder es geht einfach garnicht. Also das Analog-Kabel zur Haupt-Fritz!Box wieder gelegt und alles läuft, wie man es erwartet.
Ob das Problem nun an der Fritz!-Box zu Fritz!Box Verbindung liegt, oder VoIP-Fax generell nicht will, habe ich nicht weiter untersucht. VoIP-Fax ist bislang eh noch eher Glückssache. Zumindest gewerbliche Anwender, die ein Fax benötigen sollten hier lieber ein wenig mehr bezahlen und echtes ISDN nehmen.

Generell ist es jedoch ein gutes Gerät, das man noch immer recht günstig (unter 400 EUR) neu bekommen kann.
Es hat natürlich Netzwerkanschluss (ohne würde ich es auch nicht nehmen). So kann jeder im Haus oder Büro damit drucken und auch faxen/scannen (bei manchen anderen Herstellern geht nur Drucken per Netzwerk!).

Synology DS209+II

Die habe ich jetzt bei eBay günstig bekommen. Ersetzt wird die Synology DS109, die Hauptsächlich für Backups dient.
Dadurch ergibt sich nun ein schnelleres Backup und mehr Speicherplatz.

Die Synology DS209+II ist schneller und kann 2 statt nur einer Festplatte. Mehr Speicherplatz it derzeit zwar noch nicht zwingend erforderlich, ermöglicht dann aber eine bessere Verteilung der Daten zwischen diesem NAS und dem 710+ auf dem schon recht viele Daten liegen.

Die generelle Aufgabenverteilung bleibt aber erhalten. die 710+ macht weiterhin den Musik-Server (Squeezebox-Server) und die Filme/Fernsehserien (onlineTVrecorder), während die meisten Backups auf der Synology DS209+II liegen.

Die Synology wird wohl nächste Woche hier sein.

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