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Fotos zum AVM C5

17. Februar 2016, 20:04

Fotos zum AVM C5

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Spielereien mit dem snom PA1 (SIP Durchsagesystem) – Musik hören per Telefon

2. Juni 2013, 16:45

pa1Das snom PA1 ist eigentlich ein Gerät, um per Telefon Durchsagen per Lautsprecher zu machen. Z.B. für Wartezimmer in Arztpraxen.
Ausserdem kann mit PC und geeigneter Software (z.B. VLC) oder durch passend eignestelle TK-Systeme auch dauerhaft Musik o.ä. abgespielt werden (Hintergrund-Beschallung in Kaufhäusern).
Für die Durchsage-Funktion wird es einfach per SIP/VoIP an einer TK-Anlage angemeldet (hier Fritz!Box) und dann intern angerufen. Es geht sofort dran, man macht die Durchsage und legt wieder auf.

Die Audio-Ausgabe erfolgt über einen direkt anschließbaren passiven Lautsprecher. Dazu gibt es Lautsprecher-Klemmen und einen eingebauten Verstärker.  Die Stromversorgung erfolgt per PoE gleich durch das Netzwerk, wodurch sich die Verkabelung sehr einfach gestaltet. Es ist neben dem Netzwerk-Kabel nichts weiteres nötig.
Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert, ist aber wahlweise auch möglich (Gleiches Netzteil wie bei Snom-Telefonen). Bei vorgesehenem Einsatz im professionellen Bereich wird wohl eh meist PoE vorhanden sein.

Hauptsächlich zur Verwendung während der Installation kann auch ein Headset angeschlossen werden.
Darüber ergibt sich aber auch die Möglichkeit, Aktiv-Lautsprecher oder ein ’normales‘ ELA-System anzuschließen um mit einem PA1 ein ganzes Kaufhaus zu versorgen.

Jetzt aber zum so nicht vorgesehenen Einsatzzweck

Mit dem Headset-Anschluß kann man eben auch am Telefon etwas hören. Diesen Anschluss habe ich mit der Musik-Anlage über einen Level-Wandler (eigentlich um einfachere Autoradios ohne entsprechenden Ausgang mit Endstufen zu verbinden) angeschlossen. Damit liegt der Lautsprecherton also auch am PA1 an.
Ruft man jetzt das PA1 an, hört man den Ton per Telefon. Und das ganze mit geeigneten IP-Telefonen dann sogar in HD-Voice (G.722).

Bislang habe ich das ganze mit einem Grandstream GXV3501 gemacht. Dieses Gerät dient eigentlich dazu, analoge Kameras ins Netzwerk zu bekommen. Ich verwende es an der Anlage um das derzeit laufende Fernsehbild und Ton auch mal ‚tragbar‘ im Haus zu nutzen oder jemand anders mitgucken zu lassen (per VLC). Und per SIP-Anruf geht auch hier das hören (und mit Videotelefonen auch sehen).
Das Bild ist immer auf 4:3 verzerrt.
Der Ton ist recht leise und qualitativ auch nicht so gut, wie es per Telefon eigentlich gehen könnte.
Das geht jetzt mit dem Snom deutlich besser. Bei ’normaler‘ Lautstärke der Anlage ist der Ton lauter und nicht nur dank G.722 auch deutlich besser. Dabei ist die Mikrofon-Empfindlichkeit des PA1 nicht mal halb aufgedreht.

Etwas komisch ist, das man den eingespeisten Ton auch an dem am Snom angeschlossenen Lautsprecher hört.
Dabei kommt der Ton nicht vom Telefon zurück, es passiert auch wenn das Telefon stumm geschaltet ist.
In diesem Einsatzfall ist das aber egal, der Lautsprecher war nur zum Test mit dran.

Das snom PA1 bleibt nun als Ergänzung an der Anlage. Die SIP-Funktion im Grandstream ist jetzt aus.
Dank LAN-Ausgang am PA1 braucht es nicht mal ein weiteres LAN-Kabel. Und da es auch extra kurze LAN-Kabel mit 0,5 oder 0,25 Metern Länge gibt, erspart man sich Kabelsalat.

Weitere Funktionen

Snom und Grandstream können auch für eine (Tür)-Sprechanlage genutzt werden. Dazu gibt es jeweils Eingänge für mindestens einen Taster. Beim Grandstream wollte diese nicht gelingen, die Weboberfläche ist da auch nicht wirklich klar.
Mit dem PA1 werde ich dies bei Gelegenheit testen und dann Berichten.
Und für den eigentlichen Zweck der Durchsage werde ich mal sehen, ob man hier überall Lautsprecher anschließen kann. Es gibt diverse alte Klingel-Kabel, so das das gehen könnte…

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Baudisch SIP-Modul Türsprechanlage – Türklingeln per VoIP

23. März 2013, 10:46

 

baudischNach fast 2 Jahren war mal wieder eine neue Türsprechanlage ’nötig‘. Ok, eigentlich nicht nötig da die Auerswald gut funktioniert, aber man möchte sich ja weiter verbessern.
Aber nachdem VoIP-Modelle langsam bezahlbar werden, wollte ich schon die Vorteile dieser Technik nutzen. Vor allem die Verzögerung zwischen Knopfdruck und Telefonklingeln soll ja so kurz wie möglich sein. Das klappt per VoIP (oder ISDN) einfach schneller als bei Analoger Telefonie.

Damit ist die Baudisch nun meine ca 5te Sprechanlage:

  1. 4+n Adapter (‚Bastelmodul‘) von Rocom (Analog-Adapter, wo einfach Lautsprecher und Mikro drankommen)
    • Das Rocom-Modul mit einer passenden Außeneinheit genutzt, statt eigenem Mikro/Lautsprecher
    • Statt Rocom ein ISDN-Adapter (Emmerich Istec Türmanager), der per ISDN eben deutlich schneller wählt
  2. Die Außeneinheit gegen eine Telekom-Doorline getauscht, die auch mit dem ISTEC kann.
    (Neuer Briefkasten, und die Doorline passte genau in den alten Briefkasten-Schlitz)
  3. Telegärtner Doorline a/b (Gehäuse wie Telekom, aber kann ohne Zusatzgeräte direkt verwendet werden)
    ISDN-Sprechanlage  ging nicht mehr wegen Wechsel zur Fritz!Box, die nur einen ISDN-Bus hat. Die vorige Anlage hatte 2, und Telefon + Sprechanlage auf einem klappt nicht, sobald telefoniert wird. Über eine im Gigaset-Telefonbuch gespeicherte Nummer (Doorline anrufen und passende Codes senden) konnte einfach zwischen Zuhause und Handy umgestellt werden.
  4. Auerswald TFS Dialog. Hatte eine deutlich bessere Sprachqualität.
    Braucht aber 8 statt 4 Sekunden zum wählen. Und wenn während des Verbindungsaufbaus erneut gedrückt wird, legt die Auerswald auf und wählt neu.
    Die Umleitung aufs Handy musste ein Tiptel Profi-AB machen. Wenn der an ist, kann er eine Ansage abspielen und dann per Rückfrage weiterverbinden. Der Klingelnde musste dann recht lange warten, wusste aber wenigstens das etwas passiert und Abbruch durch erneutes Drücken passierte dann nicht mehr
  5. Und jetzt die Baudisch. Per VoIP erfolgt de Wahl in unter 1 Sekunde

Die Baudisch-Sprechstelle ist nun seit Juni 2012 im Einsatz.

sipmodul1Mit dieser Sprechstelle ergeben sich nun wirklich diverse Vorteile:

  • Die schnelle Wahl
  • Gruppenruf mit der Fritz!Box und einer Kurzwahl (nochmal ein wenig schneller, passendere Anzeige auch auf Neben-Geräten, die 2 direkt an die Fritz!Box angemeldeten DECT-Geräte klingeln jetzt auch).
  • Alles per Browser einstellbar, man braucht keine Telefoncodes mehr.
  • Durch die Browser-Einstellung lässt sich das auch per PHP automatisieren. So lässt sich die Handyumleitung ohne Zusatzgeräte oder Aufwand umstellen.
  • Kein Wahl-Abbruch, bei erneutem Klingeln (muss man einstellen, wie steht in der Anleitung)
  • Mikrofon und Lautsprecher recht laut Einstellbar, dadurch eine gute Sprachverständlichkeit.

Aber auch einige Nachteile:

  • Da es keine Echo-Unterdrückung gibt, ist die Pegeleinstellung etwas fummelig bis das Ergebnis brauchbar ist.
  • Man muss ein LAN-Kabel bis zur Sprechstelle bekommen und das je nach Einbau und Verlegung gegen Missbrauch absichern.
  • Wird der angenommene Anruf gehalten und vermittelt, wird man danach gehört, hört aber selber nichts mehr (meine bisherige Umleitungs-Methode mit dem Tiptel-AB). Wo das Problem liegt, habe ich aber nicht weiter untersucht.

sipmodul2In meinem Fall ist der Einbau ’natürlich‘ alles andere als Standard

  • Netzwerk:
    Es gibt zum Glück 2 x 8 Adern nach draußen, die jedoch sehr alt sind und keine LAN-Kabel. Daher war der erste Versuch, ein Mobotix MX2Wire zu nehmen. Hier werden über 2 Adern Strom und Daten übertragen, ähnlich Powerline, aber auf Empfängerseite ist kein Strom nötig. Leider reicht der übertragene Strom aber nicht für das SIP-Modul.
    Also Netzwerkdosen an beide Kabel-enden gemacht, der Einfachheit halber nur 4 Adern, die ja für 100 Mbit/s reichen sollten. Das klappte mit dem Notebook, aber nicht mit einem POE-Gerät, da braucht es doch alle 8 Adern (warum auch immer, PoE sollte theoretisch mit 4 Adern gehen).
    Praktisch also dann alle 8 Adern dran, PoE-Einspeiser angeschlossen und ein IP-Telefon zum Test dran: Funktioniert. SIP-Modul dran: funktioniert nicht, weil der Strom nicht reicht.
    Für das erste probieren im Haus war das SIP-Modul an einem PoE-Switch von Netgear, der liefert wohl mehr Leistung. Damit hängt jetzt erstmal dieser Switch im Keller und liefert zusätzlich im Keller unnötige LAN-Ports. Evtl setze ich den Switch mal nach oben, wo er zusätzlichen nutzen bringt.
  • Einbau:
    Der Einbau klappt hier genauso nicht wie vom Hersteller gedacht. Eigentlich verwendet man einen Einbaurahmen für mindestens 2 Module (SIP-Modul und Tasten-Modul). Dort kommt jeweils von vorne eine passende Front drauf und von hinten das jeweilige Modul. Die Frontplatte hat auf der Rückseite Gewindebolzen, von vorne gibt es dann keine Schrauben zu sehen.
    Das das hier nicht passt, war schon vorher klar und damit konnte es auch bei der vorher geplanten Alternative bleiben.
    Es gibt nur Platz für das Sprechmodul, hier kommt die Front von außen, das Modul von hinten hinter ein Loch im Pfosten, das in der Größe genau passt. Dadurch gibt es etwas Abstand zwischen Modul und Front, die Bolzen sind zu kurz, andere eh unnötig. Also alle Bolzen ab, 2 Löcher rein für längere Schrauben, etwas Dichtungs-Gummi damit durch den Abstand kein Echo innerhalb entstehen kann.Dazu dann andere Klingeltasten, die auf den alten Briefkasten-Schlitz passen. Und das ist wirklich schwer, brauchbare Klingeltasten zu finden. Zuerst waren es welche von ME mit LED-Beleuchtung und sehr fummelig winzigen Schraubklemmen. Dafür waren die Beleuchtung und die beiden Taster elektrisch völlig voneinander getrennt. Das Teil sah gut aus und funktionierte auch gut. Leider hielt es aber nichtmal 6 Monate und ein Klingeltaster funktionierte nicht mehr…
    Also was neues gesucht, diesmal im Baumarkt, statt online (wo sich auch nichts fand). es scheint wohl wirklich nichts vernünftiges zu geben, auch nicht für Geld. Aktuell ist es dann ein Billigst-Plastik-Gelumpe geworden, Beleuchtung unmöglich (da sich dort das Licht die Masse mit dem Klingel-Kontakt teilt, Lampen dazu fehlten eh), es musste per Dremel ein wenig umgearbeitet werden, Beschriftung per Aufkleber außen drauf weils auf vorgesehen Weise nicht aufgeht… Funktioniert immerhin jetzt seit ein paar Monaten.Der Einbau im Pfosten war etwas fummelig, da man nur so eben grade mit beiden Händen gleichzeitig so hoch in den Pfosten kommt. Daher gibt es zwischen Klingeltasten und SIP-Modul auch einen Stecker, um die Montage zu erleichtern.

Die Eigentliche Funktion geht nun recht einfach einzurichten:
Neues IP-Gerät in der Fritz!Box anlegen, Rufgruppe in Fritz!Box anlegen falls gewünscht, Zugangsdaten ins SIP-Modul, zu wählende Nummern ins SIP-Modul. Fertig.

Das SIP-Modul ermöglicht direkt 4 Klingeltasten und eine Zentralruf-Taste. Dazu können 2 Relais (für Zusatz-Klingel, Licht, Kamera-Versorgung, Fehlermeldung, o.ä.) verwendet werden. Über eine weitere LAN-Buchse kann eine IP-Kamera o.ä. angeschlossen werden (Baudisch hat dazu eine optisch passende). Für Firmengelände o.ä. kann auch eine Telefon-Wähltastatur oder RFID-Leser angeschlossen werden.
Leider kann man nicht festlegen, welches Relais auf welche Klingeltaste für Zusatzklingeln verwendet werden soll. Ein als Zusatzklingel eingestelltes Relais löst nur bei der Zentralruf-Taste aus.
Diese Zentralruf-Taste funktioniert ansonsten wie eine normale Klingeltaste, außer das sie rot/grün beleuchtbar ist (zur Statusanzeige des Klingelvorgangs). Diese Steuerung erfolgt über 2 weitere Kontakte vom SIP-Modul. Ein passendes Modul mit solch einer Taste wird angeboten.
Für die normalen Klingeltasten kann man festlegen, das nach einer bestimmten Zeit eine andere Nummer angerufen werden soll, wenn keiner da ist. Leider lässt sich die Zeit dafür nicht je Nummer einzeln einstellen. Für Handy müsste die ja viel länger sein als für zuhause.
Schön wäre noch ein Parallel-Ruf, am besten mit Verzögerung (es klingelt zuhause weiter, aber zusätzlich auch das Handy).
Das SIP-Modul kann dem angerufenen eine Ansage abspielen, um mehrere Module unter gleicher ausgehender Nummer zu unterscheiden. Eine Ansage für den Klingelnden gibt es leider nicht, ist aber aufgrund des schnellen Rufaufbaus auch nicht so nötig wie bei der Auerswald.

Die Lautstärke für Mikrofon und Lautsprecher lassen sich getrennt einstellen für den Fall das draussen jemand spricht, oder das man selber spricht. Man kann also den Lautsprecher leise und das Mikro laut machen wenn draussen jemand spricht, und umgekehrt wenn man selber spricht. Die Umschaltlautstärke und Zeit ist ebenfalls einstellbar.

Einige eher seltene Einstellungen kann man dagegen nur durch Codes per Software ändern. Dazu gehört jedoch auch die Einstellung, ob bei erneutem Klingeln während Rufaufbau dieser abgebrochen werden und die neue Nummer gewählt werden soll oder ob nichts passiert. Immerhin muss man das normal ja nur einmalig ändern.

Dann war da noch das Rufumleitungs-Problem:

Bei der Auerwald lief das über einen Tiptel-AB. Der nimmt den Anruf an, spielt eine Ansage (‚Bitte warten, die werden gleich verbunden‘), wählt dann eine Rückfrage auf Handy und legt auf sobald das Handy klingelt.
Gesteuert wurde das mit der Homematic-Haussteuerung, indem auf Tastendruck an der Tür einfach der Strom an/abgestellt wurde.
Der AB hing an der analogen Nebenstelle des Sx353, da mit Fax und Auerwald die beiden Analogen Nebenstellen der Fritz!Box belegt waren und ein Gruppenruf von analog zu ISDN mit der Fritz!Box eh nicht geht und so nur das Sx353 selbst angerufen werden konnte.

Angedacht war für die Baudisch eh, dies ohne den Anrufbeantworter zu machen. Da es mit nicht mehr klappte, ging es um so schneller.
Statt Schaltaktor wird mit dem Taster der Homematic jetzt ein Systemzustand geändert. Das NAS fragt diesen alle 5 Minuten ab und wenn der seit dem letzten mal anders war, wird das SIP-Modul umgestellt.
Das geht recht einfach: Man macht es einmal per Firefox-Browser und speichert dort mit Live-HTTP-Headers, was dort gesendet wird. Das lässt sich dann später in PHP beliebig wiederholen.

Insgesamt hat sich die Baudisch aufgrund Ihrer Vorteile auf jeden Fall gelohnt. Ist zwar deutlich teurer als Auerswald, aber gerade noch erträglich.

Es gibt eine einfachere und etwas günstigere ECO-Ausführung, die im Grunde auch gereicht hätte (nur 1 Relais, kein LAN-Port/Switch für Kamera, weniger Anschlüsse für Zubehör).
Und inzwischen gibt es auch eine Version mit richtiger Echounterdrückung (DSP).

Infos und Bestellung beim Hersteller:

http://www.baudisch.de/produkte/sip-modulsystem#sip-tuermodule
Da sich die Geräte eher an den professionellen Anwender richten, erhält man diese auch nicht bei einem beliebigen Versandhändler. Man kann aber auch privat per eMail bestellen.

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Test – Logitech TV Cam HD – Skype auf jedem Fernseher

14. September 2012, 17:25

Dieses Gerät ist eigentlich eine wirklich tolle Idee. In diese Kamera ist Skype fertig ‚eingebaut‘.
Einfach an den Fernseher anschließen (HDMI) und per Netzwerk oder WLAN mit dem Internet-Router verbinden. Dann noch Strom dran (MicroUSB-Netzteil) und fertig.
Bedient wird das Gerät über eine einfache Fernbedienung. Der Fernseher muss bis auf einen freien HDMI-Anschluss nichts haben oder können.

Leider fangen die Probleme dann schon bei der Ersteinrichtung an. Zur WLAN-Verbindung muss man den WLAN-Key eingeben, eine Einrichtung per WPS (bei Routern, die es können meist ein langer Knopfdruck) geht nicht. Entsprechend dauert die Eingabe bei einem sicheren Passwort dann einige Zeit. Man macht es ja nur 2 mal.
Genau, da ich es mitten in der Nacht getestet hab, wo das normale WLAN aus ist also das der anderen Fritz!Box aktiviert. Die Einstellungen sind dort völlig gleich, eben damit alle Geräte die Fritz!Box nehmen, die gerade an ist.
Dennoch verweigert die Kamera am nächsten Tag das Verbinden mit dem anderen WLAN. Also, WLAN in der Kamera löschen und neu eingeben.

Nun konnten also die Tests losgehen. Und das klappte wirklich gut. Gute Bild und Ton-Qualität, die Kontakte werden inkl ihrer Bilder angezeigt. Die Kamera ist nur ein wenig Licht-Unempfindlich. den Besseren Webcams von Logitech und Microsoft genügt das Leuchten des Monitors. Dieses Gerät braucht dagegen schon eine ‚richtige‘ Raumbeleuchtung (Ab ca 60 Watt)

Möglich sind nur die ’normale‘ 1:1 Skype-Telefonate (auch ohne Video) oder der Anruf von Telefonnummern*, das Abhören von Voicemail* und der Empfang von Bildschirmübertragungen. Konferenzen gehen nur als Teilnehmer, nicht als Leiter. Auch bekommt man im Gespräch einen weiteren Anruf garnicht erst mit. Video-Konferenz* geht nicht. Chat macht ohne Tastatur eh keinen Sinn und geht nicht.

Ein eingebauter Lautsprecher klingelt auch wenn der Fernseher aus ist. So entgeht einem kein Anruf.
Aber diese Dauer-Erreichbarkeit hat auch Ihre Nachteile: Die eingebaute Nachrichten-LED zeigt keine entgangenen Anrufe, man kann die Kamera nicht einfach so offline/aus schalten (geht nur über mehrere Tastendrücke), automatisch geschieht dies erst nicht (könnte z.B. per HDMI merken wenn der Fernseher aus ist, per Bewegungserkennung, zeitgesteuert), anderen wird aber auch nicht angezeigt das man ein ‚Skype-Telefon ohne Chat-Funktion‘ hat.
Dieses Offline-Schalten wollte ich eigentlich dann per Strom-Entzug lösen. Da die Kamera MicroUSB hat, kann der Strom ja auch aus dem USB-Anschluss vom Fernseher kommen. Die Kamera startet mit dem Strom wieder automatisch. Dabei kommt aber gerne mal die Meldung, das das Passwort falsch ist und damit ist dieses denn auch gleich vergessen. Ständiges Neu-Einkämpfen des Passworts kann doch keine Lösung sein. Zumal diese Eingabe auf einmal sehr träge wurde und teilweise zwar direkt auf Knopfdruck die Auswahl wandert, aber in die falsche Richtung, teilweise passierte auch garnichts.
Nächster Test: LAN-Verbindung, einfach Stecker raus und rein fürs Offline-Setzen klappt. Kann man mit einem Switch organisieren, der per USB vom Fernseher mit Strom versorgt wird (gibts u.a. von Conrad als 5-Port-Switch).

Der Grund, warum die Kamera sich nicht als Skype-Telefon meldet, hat sich vermutlich auch gefunden. Es scheint im Hintergrund ein vollständiges Skype verwendet zu werden. Chattet man per Notebook mit einem anderen Teilnehmer, macht das Notebook aus und dann den PC an während der andere schon offline ist, erscheint dort dennoch der Chat-Verlauf. Dieser ‚Abgleich‘ kann nur klappen, wenn mehrere eigene Clients oder die Gegenseite gleichzeitig online sind. Hier hat also die Kamera den Chat gespeichert und weitergegeben.

Das ist evtl auch der Grund, warum nach nur 2 Tagen auch die normale Bedienung unerträglich lahm wurde. Nachdem man nicht mal mehr einen Anruf annehmen konnte weil die Kamera nicht reagiert, kam der Entschluss zur Rücksendung.

Ich hoffe mal, das die hier dringend nötigen Updates kommen und die Kamera dann brauchbar wird.
Wobei man solche Klöpse eigentlich auch vor dem Verkauf hätte feststellen und beheben können…
Die Idee ist jedenfalls gut, und die Hardware-Qualität scheint zu stimmen. Es liegt also nur noch an der Software, hierraus ein praktisches Gerät zu machen

Link zur Kamera bei Amazon.

*Skype-Guthaben bzw Buchung von Zusatzoptionen nötig. Ich habe diese Optionen gebucht.

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Gigaset A420 – Kurz getestet

1. Juli 2012, 20:21

Da es nur wenige Änderungen zum Vorgänger gibt, erwähne ich hier nur diese Änderungen.
Der Vorgänger A400 wurde hier getestet: Gigaset C300 und A400 – Testbericht

A400 und A420 sind kompatibel zueinander.

Beide Geräte bedienen sich bis auf sehr wenige Unterschiede gleich.

  • Das Display das A420 ist ein Stück größer, einfach durch eine gestreckte Darstellung.
    Es gibt daher nicht mehr an Informationen, sondern eben nur eine größere Darstellung.
  • Die Display-Beleuchtung ist jetzt weiss, statt orange. Dauerleuchten gibt es wie gehabt nicht.
  • Nachrichtentaste und R-Tasten wurden eingespart:
    • Nachrichtentaste ist jetzt gleichzeitig die linke Displaytaste. Dort war bislang die Wahlwiederholung, die es zusätzlich auch auf der Abhebe/Freisprechtaste gibt.
      Entsprechend blinkt jetzt auch diese Taste bei entgangenen Anrufen. Also eher Vorteil als Nachteil, da die Taste so leichter erreichbar ist.
    • Störender ist es da schon mit der R-Taste. Die gibt es jetzt auf langen Druck der 0. Damit ist das Gerät noch mehr nur etwas für den reinen Telefonie-Betrieb ohne Komfort-Merkmale.
  • Es gibt jetzt einen XES-Modus zur Echo-Unterdrückung, wenn diese an VoIP-Routern auftreten.
  • Neu sind einige dieser Einstell-Codes in der Anleitung:
    • Zeiteinstellung:
      Standardmäßig wird die Zeit nur einmalig aus dem Telefonnetz geholt, geht also mit der Zeit falsch und macht die Zeitumstellung erst nicht mit.
      Das kann man jetzt aber ändern auf ständige Aktualisierung (aus dem CLIP-Signal bei Telefongesprächen) oder ganz abstellen. Der Code geht auch bei A400 und C300.
      Code: Menü, *, #, 0, 5, #, 7, 3. Dann 0 = aus, 1 = einmalig, 2 = immer.
    • Entgangene Anrufe durch blinken anzeigen:
      Code: Menü, *, #, 0, 5, #, 7, 5. Dann 0 = ein, 1 = aus.
    • Entgangene AB/Netz-AB Aufnahmen durch blinken anzeigen:
      Code: Menü, *, #, 0, 5, #, 7, 7. Dann 0 = ein, 1 = aus.
    • Und einige Codes zur Einstellung von Wahlverfahren, Pause nach Leitungsbelegung, Flashzeit.

Etwas störend: Auch bei nur einem Mobilteil wird ‚INT 1‘ angezeigt (statt garnichts). Ideal wäre die Änderbarkeit z.b. gegen den Aufstell-Ort oder die Interne Nummer der TK-Anlage

Also wie gehabt ein Gerät für Leute, die einfach nur Telefonieren wollen und dabei keine weiteren Komfort-Merkmale brauchen, bzw diese an TK-Anlagen nicht nutzbar sind.

 Gigaset A420 bei Amazon

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