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Archiv für die 'Telefon' Kategorie

Auerswald Türsprechanlage TFS Dialog 200 – Test

Erstellt von mega am 7. August 2010

Die TFS Dialog 200 ist eine Türsprechanlage für Analoge Nebenstellen einer Telefon-Anlage.
200 ist die Serien-Bezeichnung, mit den Ausführen 201 – 204 (1 bis 4 Klingeltasten).
Außerdem gibt es noch die 300-Serie für die Unterputz-Montage und ein ‘Bastel-Modul’ zum Einbau in vorhandene Sprechgitter/Briefkasten-Systeme.

Ich habe Sprechanlage Dialog 203 jetzt seit etwas mehr als einer Woche im Einsatz.
Sie ersetzt die Telegärtner Doorline a/b.

Grund war vorallem die doch recht Bescheidene Sprachqualität/Lautstärke der Telegärtner. Direkt an der Straße und zur Straße hin gerichtet hört man nichts im Lautsprecher, wenn gerade ein Auto vorbei fährt, da automatisch zwischen Lautsprecher und Mikro gewechselt wird. Nur hört man selber das Auto auch nicht, solange man spricht, kann also nicht durch Abwarten drauf reagieren.

Klang / Gesprächsqualität

Das Umschalt-Verhalten ist bei der Auerswald generell das gleiche, es klappt aber deutlich besser.
Man muss schon draußen sprechen, bzw die Geräusche müssen sehr laut sein, damit man im Lautsprecher nichts hört. Dazu ist der Lautsprecher lauter und das Mikrofon empfindlicher. Daraus ergibt sich eine deutlich bessere Sprach-Qualität und Lautstärke.
Dennoch stellt sich die Frage, warum die Umstellung auch von den Außen-Geräuschen abhängt und nicht nur durch die Sprache am Telefon geregelt wird. Da es aber gut funktioniert, kann es auch egal sein…

Eine kleine Besonderheit ist, das man nach dem Klingeln draußen keine Wähl- und Freizeichen o.ä. hört. Sobald man dann ans Telefon geht und spricht, wird der Lautsprecher eingeschaltet. Dabei wird die Sprache erkannt, nicht das reine abheben.  Dennoch klappt diese Erkennung schnell und Zuverlässig. Ein ‘Verschlucken’ des ersten Wortes ist nicht zu spüren.
Bei anderen Herstellern gibt es eine solche Möglichkeit nur, indem man nach dem abheben eine Taste drücken muss.

Auch das Auflegen am Telefon wird sehr schnell erkannt. Das bei anderen Systemen teilweise recht lange ‘nachtuten’ lässt sich zwar technisch nicht ganz verhindern, ist aber mit nur 2 Tönen sehr kurz.

Da man durch die nicht hörbaren Wähl-Geräusche nicht wirklich weiß, ob man nun richtig gedrückt hat, wird beim Drücken ein Bestätigung-Ton ausgegeben. Man kann diesen Ton aber auch abstellen.

Telefonieren

Wie ein Telefon, wählt auch eine Türsprechanlage mit a/b-Anschluß einfach eine Nummer.

Und hier muss man vor dem Kauf aufpassen: Bei manchen Modellen sind die Nummern-Längen sehr begrenzt, R oder * und # sind nicht wählbar, oder das R wird zwangsweise gewählt,…
Hier ‘muss’ dann die TK-Anlage mitspielen, z.b. mit Kurzwahlen, abstellbarer Amtsholung o.ä.

Bei der TFS-Dialog ‘fehlt’ nur das R. Die Nummern können hinreichend lang sein (z.B. für Handy), dürfen Wählpausen enthalten und auch * und #. So ist das statt dem R meist auch mögliche ** für die interne Wahl möglich.
Auch ganz leer darf die Nummer sein, wenn man z.B.  eine Direktruf/Babyruf Funktion in der TK-Anlage verwenden möchte (automatische Wahl beim Hörer-abheben).
Eine Möglichkeit, bei Nicht-Erreichbarkeit automatisch die Nächste Nummer zu wählen, fehlt. Es stellt sich aber eh die Frage, ob die Leute lange genug warten würden…

Dafür ist es möglich, eine andere Taste zu drücken, solange es noch klingelt. Die TFS legt dann auf und wählt die neue Nummer. Das hat natürlich auch so seine Nachteile, ist man nicht schnell genug dran, oder klingelt jemand Sturm, wird der Rufaufbau immer wieder abgebrochen. Verhindern lässt sich dies nicht, nur ein Schutz-Zeitraum Einstellen (siehe weiter unten). Erst recht unverständlich ist, warum dieses abbrechen auch bei mehrfachem Druck der gleichen Taste passiert.
Immerhin ist dieses Abbrechen dann nicht mehr möglich, sobald das bestehende Gespräch erkannt wurde und der Lautsprecher an ist.

Die Zeit zwischen betätigen des Klingelknopfes und Klingeln am Telefon kommt mir etwas länger vor als mit der Telegärtner Doorline, ist aber auch nicht sooo extrem. Ein bisschen nachbessern könnte man hier aber schon noch.

Äußeres

Das Gehäuse ist schön klein und vorallem flach. Es steht nur ca 1 cm von der Wand ab. Da stehen manche Unterputz-Systeme weiter ab. Dazu komtm aber ggf noch ein Regenschutz-Dach. Regenschutz ist zwingend nötig, wenn die TFS nicht z.B. durch ein Vordach vor Regen geschützt ist.
Auerswald bietet hier auch ein Schutzdach in 2 Größen (zum Überdecken größerer Montage-Löcher von der alten Sprechanlage)
Von der Breite passt es gut an die vorgesehen Stelle. Viele Systeme sind breiter zu tief und passen daher nicht. Der vorhandene Rand ergibt gleich den Regenschutz und zusammen mit den kleineren Tasten ist es für Klingelkinder auch nicht mehr so leicht, ‘spontan’ zu treffen.

Das Gehäuse an sich ist aus natur eloxiertem Aluminum und damit deutlich schöner und haltbarer als das weiße Plastik der Telegärtner (z.b. Verfärbungen).

Es gibt keine Schrauben außen am Gehäuse. Zu Montage wird mit einem speziellen Werkzeug eine Feder im Sprechgitter betätigt und dann das Beschriftungsfeld entfernt. Das Gehäuse wird durch die dann zugänglichen Schrauben in der Wand gehalten. Bei stabiler Montage lässt sich die TFS dann auch nicht ‘einfach so’ abmontieren.

Anschlüsse

Die sind nun wirklich ausgiebig vorhanden: Es können 2 Klingeln (je max 500 mA), ein Türöffner (2 A) und ein Treppenlicht-Relais angeschlossen werden.
Die Treppenlicht-Funktion kann anstelle der Klingel-Funktion auf eine Taste gelegt werden und/oder per Telefon-Code aktiviert werden.

500 mA für eine Klingel sind sehr wenig. Das sollte man vor dem Anschluss nachmessen.  Bei mir sollen 2 klassische Schellen gleichzeitig regieren, die zusammen ca 1,2 A brauchen. Also schon eine alleine hat über 500 mA.

Und einen Anschluss für den Klingeltrafo gibt es natürlich auch noch.
Praktisch, wenn man nur 2 Adern hat: Der Strom ist nur für Tasten-Beleuchtung und die Zusatz-Funktionen (Klingeln, Treppenlicht, Türöffner) nötig.

Wobei die Tasten-Beleuchtung alternativ auch aus der Telefon-Leitung versorgt werden kann. Das ist aber recht unpraktisch: Damit der Strom aus der Telefon-Leitung reicht, ist diese ständig belegt und die TFS so nicht anrufbar (z.B. wenn man wem am Fenster oder per Kamera sieht und ansprechen will, bevor er klingelt). hier wäre eine Anklopf-Erkennung wünschenswert.
Nach dem Klingeln braucht es dadurch auch etwas länger. Es muss ja erst ‘aufgelegt’ werden, dann nochmal mindestens 1,5 Sekunden warten damit die TK-Anlage kein R erkennt und dann erst wählen.
Immerhin geht es auch ganz ohne Beleuchtung. Dies ist wohl auch vorzuziehen, wenn kein Stromanschluss möglich ist.

Das sich alle Ausgänge die Masse mit dem Trafo teilen, ist ein Potential-freier Anschluss nicht möglich.
Dies ist je nach Anschluß-vorhaben evtl unpraktisch.

Schaltmodule

Die Schaltmodule sind eine Besonderheit von Auerswald. Damit ergibt sich das Problem mit dem Potential-freien Anschluss, Kabel-Verlege-Probleme und den nur 500 mA. Die Schaltmodule können 1 A schalten.

Angeschlossen werden diese Module an beliebiger Stelle in der Telefonleitung zwischen TFS und TK-Anlage.
Das Modul verhält sich wie ein Klingeltaster und wird direkt aus dem zu schaltenden Stromkreis versorgt. Bei zu hohem Innenwiderstand des zu betätigenden Gerätes klappt dies nicht, daher kommt ein passender widerstand gleich mit. Im Moment des schaltens bekomtm das Modul natürlich keinen Strom mehr, es hält sich dann durch einen Kondensator für 1,5 – 4 Sekunden (die Zeit ist nicht wählbar, sondern ergibt sich wohl durch den Ruhestrom). Jedenfalls ist es hier für die Klingel gut passend.

Es sind wohl beliebig viele Schaltmodule möglich. An jedem kann eine Frequenz von 1 – 6 gewählt werden. Diese kann man den Klingeltastern, der Licht-Funktion oder der Türöffner-Steuerung zuweisen. Das unabhängig von den im TFS eingebauten Klingel-Anschlüssen. Auch über einen Code am Telefon kann man die Frequenzen später ‘auslösen’.

Unpraktisch ist, das jedes Modul nur auf eine Frequenz reagieren kann. So kann man z.B. nicht die Klingel beim Kind auch auf den allgemeinen Familien Klingel-Knopf legen. Da brauchts dann ein Modul mehr….

Mein Anschluss

Nachdem nun schon zum betätigen der Klingel kein Strom an der TFS nötig ist und eine stabile Versrgung nur für das Tasten-Licht egal ist, habe ich deren Strom-Anschluss einfach parallel zum Klingel-Taster angeklemmt. Das Licht ist dann eben  kurz aus während es klingelt, erspart aber ein extra Netzteil, wie es bisher für die Telegärtner nötig war.

Einstellungen und Verhalten

Etwas unpraktisch: um Einstellungen zu verändern, muss man erst am TFS für 5 Sekunden eine Taste drücken. Dann hat man 3 Minuten Zeit, per Telefon anzurufen, um Einstellungen vorzunehmen. Da man für die Einstellungen eine PIN braucht, ist dieses zwingende Taste-Drücken recht unnötig.
So kann man die Einstellung nicht von Unterwegs aus ändern, bzw muss auch sonst vor Umstellen der Nummer (z.B. Zuhause oder Handy) imemr erst nach draußen und dann zum Einstellen nochmal rein.

  1. Es gibt eine Zeit-Einstellung, die oben Beschriebenes abbrechen durch mehrfaches Klingeln verhindern soll (0,5 – 4,5 Sekunden). Das ist aber sehr unpraktisch gelöst, die Einstellung wirkt schon für das erste Klingeln. Man ‘muss’ es also bei 0,5 Sekunden lassen, damit es nicht unerträglich lange dauert, wenn jemand klingelt.
    Eigentlich sollte das erste Klingeln sofort die Wahl Auslösen und die Mehrfach-Drück Schutz-Zeit eigenständig einstellbar sein (und auch deutlich länger) und auch mehr als . Völlig unverständlich ist, warum auch bei mehrfachem Druck der gleichen Klingeltaste erst abgebrochen und neu gewählt wird.
  2. Zeit zwischen Auflegen und abheben. Laut Anleitung wirkt diese für die Strom-Versorgung aus der Telefon-Leitung, wo ja erst aufgelegt werden muss.
    Sie wirkt aber auch, wenn jemand mehrfach klingelt. Das ist so auch richtig, sollte aber erwähnt werden.
  3. Anruf-Zeit: in 10-Sekunden schritten, wie lange es klingeln soll. Ein normaler Anrufbeantworter geht nach ca 20 Sekunden dran (bei 4 Klingeltönen). Je nach gewünschtem Verhalten (AB soll übernehmen oder eben nicht), sollte die TFS ca 10 Sekunden länger anrufen als der AB zum abheben braucht oder eben der AB mindestens 5 Sekunden später (z.B. nach 5 Klingeltönen) abheben.
    Sollen die Anrufe auch mal aufs Handy gehen, sollten mindestens 30 Sekunden eingestellt werden.
  4. Lautstärke, Leitungs-Empfindlichkeit, Umgebungs-Lautstärke: Sollte die Werkseinstellung kein gutes Ergebnis liefern, kann man hier rumprobieren. Ich habe es auf Werkseinstellung gelassen. Eine automatische Einmessung gibt es nicht, ist aber wohl hier auch nicht nötig (da es ja passt).
    Info: Sollte es trotz Anpassung der Leitungs-Empfindlichkeit nicht gut oder garnicht mit der Fritz!Box laufen, an den Auerswald-Support wenden. Dann ist ein Firmware-Update der TFS nötig, was von Auerswald durchgeführt wird.
  5. Die Nummern: Hier kann man 0-9, *# verwenden und indem man einfach etwas abwartet (auf einen Signalton) auch eine Pause.
    Nach Eingabe der Nummer legt man das Telefon auf und muss für weitere Einstellungen neu anrufen. Immerhin ist es dann nicht nötig, vorher draußen 5 Sekunden zu drücken.

Fazit

Deutlich besser als die Telegärtner aber nur unwesentlich teurer (geht auch unter/um 200 EUR).
Ein Schaltmodul kostet ca 35 EUR.

Wer also was neues sucht, das schön aussehen, gut funktionieren und ggf auch noch klein und bezahlbar sein soll ist hier gut bedient.

Infos bei Auerswald:

http://auerswald.de/de/produkte/tfsdialog200_intro.htm

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Coming next: Snom 870 und Auerswald TFS-Dialog 203

Erstellt von mega am 30. Juli 2010

Folgende Gerätschaften sind jetzt da und warten nur noch auf Ihren Einsatz/Einbau.
Ein Testbericht wird dann jeweils kommen…

1.: Snom 870 (grau/dunkel)

Das Snom 870 ist ein VoIP-Tisch-Telefon mit Touchscreen und vielem mehr.

So hat es u.a. Wideband-Audio (G722), einen Gigabit-Switch (was nützt schon ein sonst üblicher 100er in ner Gigabit-Umgebung?), die wahlweise Nutzung von WLAN (über einen extra zu kaufendes WLAN-Modul).

Neben einem Telefonbuch per LDAP soll es auch möglich sein, dieses und die Anrufliste über XML zu beziehen (laut Snom auf der CeBIT). Ob/wie das geht, wird der Test dann zeigen.

Interessant sind auch die weiteren Möglichkeiten per XML oder Mini-Browser. Auch da weiß ich noch nicht, wie das genau läuft aber es ist möglich, Webcam-Bilder und andere Web-Inhalte auf das Gerät zu bekommen.

Ich bin schon gespannt, zumal ich noch garnicht genau weiß, wie ich es dann einsetzen werde und welche Möglichkeiten sich hier ergeben. Nach Möglichkeit wird das Snom ohne Asterisk direkt mit der Fritz!Box 7390 eingesetzt.
Wobei ich es sicher auch an einer Askozia-Asterisk teste (nur soll der wegen nur einem Gerät ja nicht ständig laufen und wirklich Ahnung hab ich von Asterisk auch nicht).

2. Auerswald TFS Dialog 203

Das ist eine Türsprech-Anlage für die Analoge Nebenstelle jeder Telefonanlage. Es können normale Telefonnummern auch inkl * (für Anlagen-Interne Wahl) je Klingeltaste eingestellt werden.

Eine Besonderheit ist hier, das man nach dem Klingeln keinerlei Wähl-Geräusche hört, aber am Telefon nach dem abheben dennoch direkt verbunden ist. Die TFS-Dialog erkennt sofort, wenn ein anderer Ton als das Wähl oder Besetzt-Zeichen kommt und schaltet dann den Lautsprecher an.

Dazu wird auch das Auflegen am Telefon schnell erkannt, das ‘nachtuten’ ist also sehr kurz.

Neben der schöneren Optik und der Möglichkeit, eine normale Klingel mit anzusteuern hoffe ich vorallem, das der Klang und besonders die Mikrofon-Empfindlichkeit besser sind als bei der jetzigen Telegärtner Doorline a/b.

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Neue Gigasets – DL500, DX600 A, DX800 A – Sx353 Nachfolger

Erstellt von mega am 2. April 2010

Es kommen neue Tischtelefone:

Es ist noch nicht viel bekannt. Verfügbarkeit wohl ab April oder Sommer

  • DL500
    Für den Analog-Anschluss
    8,9 cm (3,5) TFT-Farbdisplay
    Anrufbeantworter wirds wohl haben?
  • DX600 A
    Der ‘Sx353 Nachfolger’
    ISDN-Anschluss
    3 ABs
    Bluetooth (Headset, Handy)
    Wohl nur 6 statt 8 Mobilteile
    Analoge Nebenstelle (a/b)
    ECO+ (komplette Funkabschaltung bei inaktiven Mobilteilen)
    LAN (für TAPI, Konfiguration, Telefonbuch, kein VoIP).
    8,9 cm (3,5) TFT-Farbdisplay
    Adressbuch für 750 Einträge
    Freisprechen
    Headsetanschluss (2,5mm Klinke)
    Wohl 150 – 180 EUR
  • DX800 A
    Wie DX600 A, aber zusätzlich mit VoIP
    Ob Analog oder ISDN-Amt oder beides ist unklar

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Siemens Gigaset SL400 – Testbericht

Erstellt von mega am 30. März 2010

Nun ist es endlich da und direkt im Test.
Getestet wird nur das Mobilteil an Sx353. Die mitgelieferte Basis wird nicht getestet.

Siemens Gigaset SL400A
Gekauft: 29.03.10, 13.23, Saturn Münster YorkCenter, 169 EUR

Äußeres:
‘Das kleinste Gigaset Telefon der Welt’: Stimmt schonmal nicht! Es ist etwas größer als das SL37H und deutlich größer als das 4000micro oder SL1 (das gleichgroße S55 Händy liegt vor).

Auf dem Gerät selbst steht vorne nun ‘Gigaset’ statt Siemens. Der Schriftzug wurde auch ein wenig modernisiert (kleines i ohne Punkt drauf, die Gs verändert). Hinten steht ‘SL400′. Siemens steht also auf dem Gerät garnicht mehr, aber auf der Basis und auf der Packung.

Die Verarbeitung/Material ist so naja. Rahmen aus Metall, Tasten wie beim S79H auch.
Aber: Von hinten dann billigstes Glanzplastik, nur der Gürtelclip ist aus ordentlichem Plastik.

Der USB-Anschluss ist nun unten anstatt hinter dem Akku-Deckel. Man muss also nicht das ganze Gerät auseinander-nehmen wie bei den letzten Modellen.

Der Lade-Anschluss ist wie bei den großen 2 Kontakte statt dem fummeligen Slim-Lumborg-Stecker.

Bei der Ladeschale ist die Billigkeit genau falschrum: Vorne wo man es sieht billig, hinten ‘normal’. Sie wirkt aber nicht so hässlich/klobig, wie die offiziellen Fotos es vermuten lassen.
Das Mobilteil lässt sich nicht immer treffsicher aufsetzen. Steht es beim aufsetzen etwas zu schräg nach hinten, sitzt es auch stabil auf, hat aber keinen Kontakt.

Der Akku ist nun nicht mehr der eines Siemens-Handys sondern etwas ‘eigenes’ (Made in China)

Tastatur:
Ist ordentlich. Der Abstand besser fühlbar wie beim SL78H, das Berühr-Gefühl ist ähnlich dem S79H.
Druckpunkt / Druckgefühl, Treffsicherheit sind so, wie es sein muss.
Neu ist, das man die Beleuchtung in 5 Stufen wählen kann. 5 ist dabei gerade hell genug, die Lichtfarbe ist Tagslicht-ähnlicher als bisher (fällt also bei Helligkeit nicht so auf).
Die Lautsprecher-LED fehlt, dafür blinkt der weiß mit, wenn es klingelt.
Im Betrieb fehlt aber jede Anzeige, das der Lautsprecher aktiv ist.

Die T-Taste/Net/CallByCall/Hotline fehlt ja schon seit C59H als eigene Taste, jetzt ist es aber nichtmal mehr möglich diese auf die Displaytasten zu legen. Die Funktion fehlt aber nicht völlig. Über die Menüs des Sx353 ABs lässt die sich noch aufrufen, es fehlt also ‘nur’ die normale Aufrufbarkeit.
Folgendes geht: INT, SMS, Babyalarm, Wecker, Kalender, Bluetooth, Wahlwiederholung

Auch ist es nichtmehr möglich, Funktionen auf den Langen Druck der Zahlentasten zu legen. Hier gehen nur noch Kurzwahlen.

Display:
Ist so groß wie das vom S79H, aber von schlechterer Qualität. Es ist deutlich Blickwinkel-abhängiger. Es ist zwar auch gut abzulesen, die durch Bewegung wechselnde Darstellung nervt aber.
Die Aufteilung im Ruhezustand ist fast gleich.
Nur der orange Balken/Hintergrund der unteren beiden Zeilen fehlt und die Zeilen sind an sich etwas höher gerutscht. Das ganze wirkt so etwas gedrängter. Dieses Problem dürfte aber nur an Sx353 und anderen kompatiblen alten ISDN-Systemen auftreten. Immerhin zeigt der dadurch sonst freie Bereich die Art und Anzahl entgangener Ereignisse an (SMS, AB, Anrufe), das klappte mit den anderen Mobilteilen am Sx353 nicht.

Als Bildschirmschoner gibt es Digitale oder Analoge Uhr oder man wählt ein Bild.
Die Displaybeleuchtung kann Dauerleuchten. Das lässt sich für Ladeschale und nicht-Ladeschale getrennt einstellen.
Es gibt die bekannten 5 Farb-Profile (4 x dunkel, einmal hell).

Sound:
Neu ist die Wahl zwischen 4 Freisprech-Profilen. Aber bei allen Schaltet der Lautsprecher sehr schnell ab/runter, wenn Geräusche am Mikro sind. Leichtes Pusten reicht. Das war bislang besser geregelt. So hört man den anderen nicht, wenn die Umgebung etwas lauter ist oder man z.b. Musik durch das vor-Lautsprecher-halten vorspielt.
Aufgrund der kleinen Größe ist der Lautsprecher etwas quäkiger, ich glaube aber, es noch gut brauchbar.
Sagt der andere einige zeit nichts, scheint es so als würde der Verstärker bei einem dann kommen Ton ‘langsam hochfahren’.
Die höchstmögliche Lautstärke ist höher als bisher, es ist nichtmehr nötig auf volle Lautstärke zu stellen. Ggf liegt dieser Eindruck auch an der Quäkigkeit.

Die Klingeltöne sind teilweise anders. Gute als richtige Klingeltöne zu verwendende fehlen aber. Es gibt die Grausigen Piepser 01 – 05 und diverse Musikalische Melodien. Soetwas wie Fontain, Monday, Carousel fehlen.
auch sind nicht alle Töne von C59H und S79H dabei. Diese sind ‘nötig’ wenn man noch alte Mobilteile oder daran gewöhnte Nutzer hat und alles gleich klingeln soll. was mein externer Ton wird, weiß ich daher noch nicht.
Die Töne währen folgende:
01, 02, 03, 04, 05, 06 Gigaset, 07 Answer, 08 Get it, 09 VintageLounge, 10 Slippin, 11 Energy, 12 In the field, 13 Guitar, 14 The calling, 15 Precious, 16 Crunch, 17 Body snatch, 18 Balance, 19 Sonic, 20 Tone one, 21 Classic ring, 22 Rain drops, 23 Try better.

Dazu gibt es einen Vibrations-Alarm.
Entgangene Anrufe, SMS o.ä. wird mit dem recht unauffälligen Klopfton wie bei S79H/C59H gemeldet.

Beim abhören des Sx353 AB wird der Lautsprecher nicht automatisch aktiviert.

Bedienung:
Menüaufbau und Handhabung sind wie gehabt. hier gibt es nichts besonderes.
Einiges wurde etwas umgestellt, bzw sind neue Optionen (Tastenlicht, Freisprechprofile) hinzugekommen.

Fazit:
So generell brauchbar, die Qualität enttäuscht aber gerade bei dem hohen Preis. Das SL37H ist deutlich besser vom Material her, nur das Display verglichen mit dem jetzigen recht klein. Also das hätte man mit wenig Aufwand besser machen können.
Für normal wird sicher das S79H reichen, für den gehobenen Anspruch das SL78H. Und wers klein mag (für ständig in die Hosentasche) wird sicher mit dem SL37H besser dran sein, da auf dem Material Kratzer und Fingerabdrücke deutlich weniger auffallen.
Ansonsten muss man sich eben überlegen, ob das Gerät so gefällt…

Stellt sich noch die Frage, wo ich das Teil hinstelle…
Die jetzige Position (vom SL37H) wird wohl demnächst entfallen, da das DX600A (Sx353-Nachfolger) wohl nur 6 statt 8 Mobilteile kann.
Aber solange kommt es an die Position.

Alle Fotos:
http://www.mega-on.net/bilder/index….Gigaset_SL400/

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Siemens Gigaset S790 – Testbericht

Erstellt von mega am 2. Oktober 2009

Gigaset S790 2Gekauft: MediaMarkt Reutlingen, 16.09.09, 79 EUR

Testumgebung: Gigaset Sx353, Kurztest auch an Original-Basis S790.

Äußeres:
Gut, gerade verglichen mit dem C59H.
Das Gerät wirkt wie ein FaceLift des S67H/S68H, es ist auch ähnlich groß.
- Display-Größe von S79H, C59H, S67H ist gleich
- Das Gehäuse-Material ist matt und fasst sich gut an.
- Die Tasten (zumindest der sichtbare Teil) bestehen aus echtem Metall (Laut Werbe-Material), außer Displaytasten und Steuerkreuz, die sind Plastik. Es ergibt sich ein gutes knackiges Tipp-Gefühl. Die Tasten sind auch nicht schwergängig, wie das bei manchen Modellen war.
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