Archiv für Februar, 2012

Test Archos Smart Home Phone – Touchscreen DECT-Telefon mit Android 2.2

25. Februar 2012, 12:34

Nach dem Gigaset SL910 und dem Snom 870 nun der dritte Versuch, Touch ins Festnetz zu bringen.
Und es ist mein dritter Flop.

Getestet wurde mit der Fritz!Box 7390. Da die eigene Basis nur Analog ist, wurde diese garnicht erst getestet.

Auf den ersten Blick wirkt es ja toll, ein Android-Gerät ähnlich wie ein Handy aber für zuhause, mit DECT zum telefonieren und WLAN fürs Internet.

Die Umsetzung enttäuscht hier aber gewaltig:

  • Resistiver Bildschirm der eigentlich einen Griffel (Stylus) erfordert, um Texte halbwegs zielsicher einzugeben
  • Kein Zugriff auf den Market und damit kein Kontakt-Sync mit dem Handy und auch keine sonstigen Google-Apps (Maps, Mail).
  • Einzige Entsperrmöglichkeit ist der kleine Powerknopf an der Seite, immerhin muss man dann nicht noch irgendwas sliden
  • Bei eingehenden Anrufen kommt dann aber doch der Slider zum Einsatz, für ein Festnetzgerät zu umständlich.
  • Telefonfunktion ist nur eine unwichtige von vielen, auch das ist etwas unpraktisch, bis man soweit ist, telefonieren zu können. Anders als beim Smartphone steht hier ja die eigentliche Telefon-Nutzung im Vordergrund.
  • Die 4 Android-Tasten + Lautstärkeregler sind als Touch-Buttons ausgeführt, diese sind aber weder beleuchtet noch fühlbar.

Telefon-Funktion

Die ist nun wirklich aufs nötigste Reduziert. Bei externem Gespräch gibt es einen R-Knopf  für Rückfrage, der immer im Gespräch zu sehen ist. Die nötigen Zahlentasten gibts dann aber erst auf extra-Knopfdruck und nicht direkt mit R. Die Steuercodes muss man natürlich eh selber kennen, eine Unterstützung durch eigene Tasten oder Menü gibts nicht.
Intern geht so theoretisch auch zu telefonieren, praktisch klappt das zumindest an der Fritz!Box nicht. Es werden einige Int-Geräte in der Liste gezeigt, das einzig hier anrufbare ist das Fax. Hier wäre weniger mehr: einfach frei die Nummer eingeben, wie es die meisten anderen Geräte an Fremd-Basen auch machen.
Mangels geeigneter App macht Mehrgeräte-Betrieb eh nur beschränkt Sinn (ich habe zumindest nichts gefunden, um die Anrufliste zwischen mehreren Androiden zu syncen).
Der Klang ist laut Test-Gegenseite wie ein Joghurtbecher. Sprache ist zwar recht verständlich, der Klangumfang aber deutlich schlechter als bei gängigen Android-Handys.
DECT ECO+ / fullECO (komplette Funkabschaltung) wird nicht unterstützt.

Äußeres

Das Gehäuse ist ein eher einfaches Plastik. Ist die Rückseite noch recht ansehnlich, hört das vorne aber auf.
Und irgendwie mag Front und Rückseite auch nicht aufeinander passen, die Rückseite rundum mehrere Millimeter kleiner. Dadurch entsteht eine recht unangenehme Kante.
Dafür kommt das Gerät immerhin mit einer Ladeschale, die DECT-Typisch 2 Kontakte hat, wodurch sich das Gerät leicht aufsetzen und abnehmen lässt. MicroUSB gibts zusätzlich für die PC-Verbindung oder zum Laden ohne die Ladeschale.

Apps / Bedienung

Gefühlt verhält sich das ganze wie ein steinalter Androide: Alt und lahm.
Optisch sieht die Oberfläche aus wie 1.6, obwohl es wirklich 2.2 ist.

Und das der Prozessor 1 Ghz hat, kann man sich kaum vorstellen. Das Gerät ist extrem träge, schon den Desktop zu drehen braucht mehrere Sekunden (zwischen fertiger Geräte-Drehung und das die Anzeige das entsprechend mitmacht).

Apps für alle (un)möglichen Zwecke werden vorinstalliert.  Hier wird zwar bei Einrichtung gefragt, ob man die Fremd-Apps installieren will, welche dabei kommen bleibt aber eine Überraschung.

 

Also: Das war nix, Gerät geht wieder zurück.

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Giganetz Teil 2 – Telekom-Glasfaser für Münster

18. Februar 2012, 10:44

Ich habe ja letztes Jahr schon etwas zum Glasfaser-Ausbau geschrieben, jetzt gibt es aber Neuigkeiten.

Damals hieß es nur, das sich 10% vor anmelden müssen.
Jetzt gibt es konkrete Zahlen dazu, das vorgesehen Ausbaugebiet ist auch bekannt.
Und ganz wichtig: es ist auch bekannt, wie viele Vorverträge es schon gibt.

Hier nochmal kurz der Ablauf:

  1. Nutzungsvereinbarung für das Grundstück: Der Eigentümer muss der Telekom die Bauarbeiten und den Anschluss erlauben.
  2. Ist diese Vereinbarung von der Telekom angenommen, erfolgt hierzu eine Bestätigung.
  3. Zumindest bei Einfamilienhäusern muss mindestens ein Vorvertrag für ein Glasfaser-Produkt erfolgen. Man verpflichtet sich einfach, für 2 Jahre einen Glasfaser-Tarif zu nehmen, wenn denn ausgebaut wird.

Hauseigentümer, die ggf gar kein so schnelles Internet brauchen, sollten sich das ganze dennoch Überlegen. Es steigert die Attraktivität der Immobilie für den Verkauf oder die (Unter-)Vermietung. Man kann nach den 2 Jahren auch erstmal wechseln, wenn die Glasfaser-Geschwindigkeit doch nicht gebraucht wird.
Die Glasfaser wird ja zusätzlich zum normalen Anschluss gelegt.

Aktueller Status:

Wie weit die Voranmeldungen sind, kann man hier sehen:  Status Vorverträge
Zusätzlich wird die Zahl auch an den örtlichen T-Punkten angezeigt.
Aktuell sind es 1033 von 4800, die bis zum 31.03 erreicht werden müssen.

Ich hoffe mal, das wird noch was, obwohl die aktive Vermarktung (u.a. Werbung an den T-Punkten, Telekom-Mitarbeiter besuchen Häuser, Werbung per Zeitung, Werbung per Postwurf) schon seit Anfang Februar läuft.
Briefe durch den Bürgermeister an die Hauseigentümer kamen sogar schon letztes Jahr.

 Links


Also, jetzt einfach Voranmelden, Vermieter/Hausverwaltung befragen,

         Und hoffen …

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